Abchasien
Kurzinfo
Abchasien (abchas. Аҧсны/Aṗsny; russ. Абхазия/Abchasija) ist eine im Süden des Kaukasus an das Schwarze Meer grenzende autonome, staatsähnliche Region, die völkerrechtlich weiterhin als Teil Georgiens angesehen wird. De Facto ist Abchasien seit 1992 jedoch vollständig unabhängig von Georgien. Die Unabhängigkeit Abchasiens wurde nach dem Kaukasus-Konflikt 2008 gefestigt, in Folge dessen erkannten sechs UN-Staaten (Nauru, Nicaragua, Russland, Vanuatu, Venezuela und Tuvalu) Abchasien als offiziell unabhängig an. Seit 2008 stabilisierte sich die allgemeine Lage und Sicherheit in Abchasien durch russische Unterstützung massiv. Unabhängig von der politischen Situation ist es für Reisende sinnvoll, Abchasien als eigenständiges Land anzusehen. Die abchasische Kultur und Sprache unterscheiden sich deutlich von Georgien. Bereits zu sowjetischer Zeit war die Region wegen ihres milden Klimas, ihrer Strände und Natur ein beliebtes Reiseziel. Inzwischen verfügt das Land auch wieder über eine wachsende Tourismusinfrastruktur, die bislang jedoch hauptsächlich von Touristen aus Russland und anderen GUS-Staaten frequentiert wird. Abchasien ist heute ein multikulturelles Land, in dem neben Abchasen auch Armenier, Russen, Georgier, Griechen und Ukrainer leben. Die Region kann auf eine bis in die Antike zurückreichende, wechselhafte Geschichte zurückblicken.
- Koordinaten
- 43.15, 41.0
- Zuletzt bearbeitet
- 28.01.2026
- Wikivoyage-Seiten-ID
- 16133
Vollständiger Artikel auf de.wikivoyage.org